Auf dem Parkplatz entsteht das künftige Foyer mit Klebeband, Kartons und Klappstühlen. Menschen spielen ihre Wege, testen Blickbeziehungen, hören Akustik. Hocker wandern, Türen schrumpfen, Regale wachsen. Diese Proben sparen später teure Umbauten, erzeugen geteiltes Wissen und Lust auf das Kommende. Auch Technik wird simuliert: Sonnensegel, Pflanzen, Ventilationspfade. So lernt die Gruppe durch Körper, nicht nur durch Pläne.
Walkshops verbinden Geschichten mit Orten: Wo wird es heiß, wo zieht es, wo fühlt man sich sicher? Nachbarinnen erzählen von historischen Wasserrouten, Handwerksbetriebe zeigen Reststoffe, Kinder entdecken Abkürzungen. Diese Erkenntnisse fließen in Wegebeziehungen, Fassaden, Freiräume und Kooperationen. Co-Housing wird Netzwerkknoten statt Insel. So entstehen Projekte, die lokale Ökologie stärken, ökonomisch klug handeln und kulturell wirklich hier verwurzelt sind.
Post-Occupancy-Story-Harvests kombinieren Messdaten mit Erleben: Temperatur-Logger treffen auf Mittagsschläfchen, Stromprofile auf Vollmondfeste. Regelmäßige Kreise hören zu, passen Hausregeln, Technikparameter und Möblierung an. Erfolgsindikatoren werden gemeinsam definiert: Zufriedenheit, Zeit im Grünen, Reparaturzeiten, Stromspitzen. Wer mitmacht, versteht, warum Veränderungen passieren, und bleibt eingeladen, Zukunft zu schreiben. So wird Wohnen Lernraum und die Siedlung ein immer klügerer Organismus.